| "Böse Raubkopierer" |
| Freitag, den 20. Mai 2005 um 10:15 Uhr | |||
|
Raubkopierer sind KEINE Verbrecher!!
Diese ganze "Raubkopierer sind Verbrecher"-Kampgne ist blosse Propaganda!! Nicht nur und Umsetzung(vergewaltigungsfreudige Mitgefangene ect) ist zweifelhaft, sondern auch auch der Name der Kampagne ist absoluter Blödsinn! Ein Blick in Lexikon genügt: __ Im deutschen Strafgesetzbuch (§ 12) werden als Verbrechen alle die gesetzlich normierten Delikte bewertet, bei denen eine Strafandrohung von MINDESTENS einem Jahr Freiheitsstrafe besteht (z.B. Raub, Körperverletzung mit Todesfolge, schwere Brandstiftung). Delikte mit Androhung einer geringeren Mindeststrafe werden als Vergehen bezeichnet. PS: Was ist das überhaupt für ein Land hier, in dem sogar die Kultur-Ministerin irgendwas von "Raubkopiererei" schwafelt?? Grade als Kulturministerin sollte der Wortschatz doch wohl gross genug sein, um sachlichere, zutreffendere Wörter für illegal erstellte Kopien zu finden, oder? Man bedenke weiterhin, dass das Wort "Raubkopierer" ein Widerspruch in sich ist. Deswegen halte ich es generell für unbrauchbar. Denn dadurch, dass sich seine Bestandteile sowieso außer Kraft setzen, kann man da alles Mögliche reininterpretieren. ---------------------------------------------------------------------------- Wird Zeit, der Musikindustrie den Todesstoß zu versetzen Die Ähnlichkeiten zur katholischen Kirche anno 1452 (nach der Erfindung des Buchdrucks) werden immer frappierender. Musikindustrie, Filmindustrie, die neu entstandene Rechteverwertungsindustrie, Patentjäger, Politik und Medienkonzerne bilden ein Konsortium, welche aus Gründen des Machterhalts die Entwicklung der menschlichen Zivilisation aufhalten und zurückschneiden will. Dem gilt es mit allen Mitteln entgegenzutreten. Auch die MI hat ihre Schwachstellen. ---------------------------------------------------------------------------- Musik- und Filmindustrie haben erkannt, dass sie auf dem absteigenden Ast sitzen. Ihre Aufgabe sollte es ursprünglich sein Werke der Künstler zu verbreiten. Wie Professor Eben Moglen so schön feststellte sind Zwölfjährige in Tauschbörsen erfolgreicher als die kommerziellen Riesen. Offensichtlich ist der MI klar geworden, dass technische Mittel zur Kontrolle von Musik nicht funktionieren. Also gehen sie den logischen nächsten Schritt: Gesetze sollen nun endgültig festschreiben, dass Musik ein materielles Gebrauchsgut ist, welches absoluten Schutz bedarf. Musik kopieren - verboten Liedtexte verbreiten - verboten Lieder in der Öffentlichkeit singen = Gema zahlen Der Nutzer wird so weit es nur geht im Umgang mit der gekauften Musik eingeschränkt. Wichtig allein sind nur die Verkaufszahlen. Dass die oben genannten Punkte auch die Popularität von Künstlern steigern können ist natürlich unerheblich (dafür gibt es ja teure Werbekampagnen, die noch mehr Geld in die Kasse der MI schütten). Die riesige Musikindustrie ist eine aussterbende Rasse - Künstler können auch ohne diese populär werden (wie das Kinderlied "Schnappi" bewiesen hat). Das unerreichte Ziel der MI war es aus dem kulturellen (Gedanken-)Gut Musik ein vollkommen kommerzielles Gut zu machen. Aber Gedanken verbreiten sich - gerade in der Zeit des Internets - zwangsläufig. Nocheinmal für alle Kritiker: Die MI versucht hier die Musik - nicht die Künstler - zu schützen. Künstler wären ohne den gewaltigen Obulus an die MI wesentlich besser dran...
|