| Erfahrungsbericht Blutspende in Ohnmacht gefallen / Ueber das zusammenklappen |
| Donnerstag, den 25. August 2011 um 10:36 Uhr | |||
|
Am Dienstag war ich mit Markus zum ersten mal in der http://mhh.de/, um je 450ml Blut zu spenden. Das war ja mal ein Erlebnis, sage ich Euch. Nach dem ausfüllen von X- Fragebögen wurde vorher der Blutdruck (136/85 Puls 76) und auch der Hämoglobinwert gemessen. Ich hatte einen sehr guten (Eisenwert) von 16 g/dl. Dann wurde mir ca. 50ml für Proben abgenommen und es folgte die eigentliche Blutspende von 450ml (welche sehr viel wog, glaube 670Gramm sagte die Waage). Mein Blut kam mir auch deutlich dunkler vor, als die der anderen Leute, die da neben mir lagen. Danach saß ich mit meinem Freund im Gang, als er plötzlich mitten beim sprechen kreidebleich wurde und vom Stuhl zu kippen drohte. Sofort holten die Schwestern eine Liege. Nun saß ich allein im Gang. Bereits 5-10 Minuten später erwischte es mich dann auch. Ich dachte darüber nach, wie denn so die Blutgruppen zustande kämen. Da wurde mir auch schon schummerig und ich bekam einen Tunnelblick.Kurz davor bemerkte ich jedoch, wie sich mein Gedankengang änderte (Irgendwie dachte ich unlogisch) dann wurde mir sehr komisch und ich bekam starke Halluzinationen ?! -Ich dachte: "Das geht bestimmt gleich vorbei wieder". Sekundenbruchteile später war ich komplett bewusstlos. Filmriss! -Weder von mir und meinem Körper, noch irgend etwas von der Umgebung, nahm ich war. Zeit und Raum gab es einfach nicht mehr. Jemand hörte wohl einen Knall (wie ich zu Boden fiel) konnte ihn aber nicht zuordnen. Erst später, sah mich der Mann von der Rezeption im Gang liegen. Dann hörte ich Stimmen und wachte kurz auf, um mich auf einer Liege schleppen zu lassen. Ich erkannte diese nur verschwommen und wie in einer Art Tunnelblick. Dann fiel ich -wie ein Sack- neben ihr (auf den Boden). Meine Brille lag unter mir und eine Helferin nahm sie weg. Dass ich auf die Knie fiel und mir die Seite vom Kopf stiess, davon bemerkte ich nichts! Ich träumte (minutenlang angeblich); war in einer völlig anderen und ruhigen Koma -Welt. Als ich -auf dem Boden- wieder das Bewusstsein erlangte, war ich zuerst der Meinung ich täte dies Zuhause in meinem Bett ! Mir wurde kalt und ich bekam ein Blutdrucksteigerndes Medikament. Mein Blutdruck lag danach aber immer noch bei: 95/60 Puls 76 ! -Sie wollten mich auf die Notaufnahme bringen und riefen dort schon einmal an. Mein Blutdruck schien sich dann aber wieder zu stabilisieren. Das einem schummerig würde und man weniger Kraft nach einer Blut Spende hätte, sei aber normal meinte die Helferin. Ich solle auch nicht hyperventilieren. ------------------------------------------------------------------------------ Mein Zweite Blutspende am 4.03.2012: Wir assen ordentlich Frühstück und tranken viel (ich 2 Liter). Um kurz nach 10 waren wir in der MHH. Nach allen Check´s (Mein Hämoglobinwert lag wieder bei 16 g/dl) konnte es dann los gehen. Auf der Liege war alles noch cool. Doch nachdem die ersten 300ml geflossen sind, wurde mir sehr schummerig. (Ich lag und schaute auch nur gegen die Decke) Die Krankenschwester mass -während der Entnahme- meinen Blutdruck. Nachdem sie mir das Ergebniss von 95 zu 60 mitteilte, legte sie meine Beine noch etwas höher. Desweiteren, sollte ich meine Bein-Muskeln bewegen, um noch mehr Blut heraus fliessen zu lassen. Dann war die Entnahme auch schon fertig (genug -450ml) und ich lag dort noch mindestens 20min.Plötzlich find meine Nachbarin auch an weg zu treten. Mir gab man etwas zu trinken und ich durfte mich langsam schon mal aufrichten und ging Richtung Cafeteria.
Regeneration des gespendeten Blutes : Das Personal im Spenderaum erkennt meistens schon vorher was gleich kommt, da hat der Spender selbst nicht mal Ahnung davon. Wenn der Spender nach der Spende aufsteht, sollte er sich möglichst noch einmal in Ruhe hinsetzen und zumindest etwas trinken. Bewegung ist auch gut, nur das Stehen auf der Stelle ist kontraproduktiv. Es ist zu beobachten, dass der stehende Spender eher dazu neigt Kreislaufprobleme zu bekommen. Bemerkt man selbst, dass man etwas zu schwächeln beginnt, sollte man sich am besten sofort hinsetzen, besser noch hinlegen und die Beine hochlegen. Man kann ja dem Umfallen zuvor kommen, denn in der Tat ist dabei die größte Gefahr, dass man sich beim Fallen verletzt. Der Blutverlust alleine führt nicht zu Kreislaufproblemen, denn dann hätte das ja jeder Spender. Oft ist eine mangelnde gute Ernährung und ausreichende Getränkezufuhr vor der Spende schuld. Auch Stress und Aufregungen führen zu Kreislaufproblemen.
|
